Donnerstag, 27. August 2020

4.Etappe - wenn der Wecker zu früh klingelt

Nachdem wir heute mal nicht ganz so spät (6:30) aufgestanden sind, sind wir trotzdem (nach leckerem Frühstück) wieder die Letzten, die das Refugium verlassen. Die schwerste Etappe und auch der höchste Punkt der Tour und auch Korsikas stehen auf dem Plan. 

Nachdem wir noch kurz den Cache holen, beginnt der Aufstieg relativ mild und wird mit der Zeit immer steiler. Nach einer Weile gibt es viele Kletterstellen, ein Geröllfeld und wieder viele Kletterstellen. Ein schöner Mix aus Sonne und Wind macht das Wandern sehr angenehm. Es ist relativ viel los, aber die Oberschenkel spielen wieder besser mit als gestern und die Anstrengung der letzten Tage ist bis jetzt kaum bemerkbar. 

Als wir endlich am Abzweig zum Monte Cinto ankommen, beschließen wir, die Rucksäcke doch mitzunehmen, um auf dem Gipfel - gleichzeitig die höchste Erhebung im Mittelmeer - zu picknicken. Nach einem wirklich sehr anstrengenden und sich ewig ziehendem Aufstieg genießen wir unser Picknick und dösen ein bisschen in der Sonne.

Der Eintrag ins Gipfelbuch ist obligatorisch - und wir haben für schon mal etwas Platz reserviert für die Nachfolgenden 😉
Nach dem zweiten Cache heute geht's dann auch schon wieder runter. 

Trotz super Wetter weht ein heftiger Wind, der uns fast umreißt.
Der Abstieg ist lang um gegen Ende recht qualvoll. Kurz vorm Refugium sehen wir eine Menschengruppe die uns zunächst verwirrt, sich später aber als campierende Soldaten herausstellt.

Als wir endlich am Refugium ankommen, ist es schon fast dunkel und wir machen der Deutschen Ingenieurskunst mit unserer Zeltkonstruktion alle Ehre.

Heute ist die Dusche leider zum ersten Mal kalt und die Kochstelle ist auch nicht der Burner, trotzdem gibt es lecker Tomatensoße mit Nudeln zum Abendessen.

Jetzt hoffen wir, dass der Wind uns nicht mitsamt Zelt wegpustet und lassen uns von den Grillen in den Schlaf singen.

Gute Nacht da draußen ...

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