Freitag, 4. September 2020

11+12. Etappe - Klettern und verflogen auf den Mond

11. + 12. Etappe
Der Wecker klingelt wiedermal halb sieben. Da wir heute eine lange Tour mit vielen Höhenmetern vor uns haben bleibt auch keine Zeit für morgendliches Relaxen. 

Wir sind gespannt, wie wir nach unserem Ruhetag in die Wanderei hineinfinden. 

Frühstück kochen, Sachen und Zelt packen - und um 8 Uhr sind wir auf der Piste. 

Die heutige Tour verläuft nicht auf dem GR20 - sie ist die alpine Variante und überschreitet den Monte Renosso - den höchsten Gipfel im Süden von Korsika. 

Da die Füße noch müde sind, fallen uns die ersten steilen 500hm extrem schwer. 

Der Vorteil dieser Route ist, dass sie gleich zwei Etappen des GR20 zusammenfasst und sehr aussichtsreich sein soll. Nachteil - sie ist 16km lang, Markierungen gibt es so gut wie keine und es sind einige Kletterstellen zu überwinden. Gerade die Kombination aus diesen letzten beiden Punkten, machen die Route deutlich schwerer, als es unser GR20 Buch beschreibt. Einige der Kletterstellen im Nordteil sind mit dem 15kg Rucksack sehr grenzwertig und gefährlich —da man hier völlig ungesichert unterwegs ist. Absolute Trittsicherheit und noch besser Klettererfahrung unbedingt erforderlich!!! 

Danach ziehen erste Wolken auf und die Landschaft könnte auch als Kulisse für die Mondlandung gedient haben 😉. 

Zum Glück kommt imner mal wieder die Sonne durch und wir können den Blick in die Ferne von hier oben genießen. 

Bald taucht auch der Gipfel des Monte Renosso vor uns auf. Von Bildern wissen wir, dass dort oben die Skupltur eines Korsenkopfes steht - wir sind allerdings überrascht, wie klein diese dann ist. Irgendwie haben wir von den Bildern eune Größe von 1 bis 2m erwartet - was wir finden ist 30cm groß. 

Nach einer ausgiebigen Pause mit korsischem Käse und korsischer Wurst , machen wir uns an den zweiten Teil der Doppel Etappe. 
Zum Glück stellt sich der als deutlich einfacher und besser markiert heraus, wie der erste Teil. 

Irgendwann 3 Stunden später stehen wir nach endlosem Abstieg wieder auf dem GR20. Ab hier folgen wir den schon so sehr vertrauten rot-weißen Markierungen für 3km bis zu unserem Zielzeltplatz am Col de Verde. 

Nach wirklich schnellen 11 Stunden Beinarbeit trinken wir unsere wohl verdiente Etappen-Cola, bauen das Zelt auf, duschen warm und kochen lecker Couscous in Kartoffel - Gemüse - Suppe mit korsischem Käse garniert....

.... und wünschen Euch eine Gute Nacht da draussen!

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