Montag, 7. September 2020

17+18. Etappe - Türme, Waldgestalten und Scorpione?


Das mit den Weckern der Anderen  immer wieder zu erwähnen, wird allmählich langweilig - und wir hören sie ja auch kaum noch... Dennoch - auch heute sind wir die letzten, die aus dem Zelt kriechen. Wo es gestern noch unmöglich schien einen Platz für das Zelt zu finden, ist jetzt freie Auswahl.


Wir springen mal noch fix unter die Dusche - eine ist extrem heiß, die andere extrem kalt - und machen es uns dann auf einem Felsblock beim Frühstück gemütlich. Da Porage und Couscous aus sind, gibts Brot mit Käse, Wurst, Milkaschokolade und Nutella.


Das finden irgendwie auch andere lecker und wir haben netten Besuch.



Kurz nach elf ist alles verpackt und wir starten in die vorletzte Etappe - eine gedoppelte. Es geht über die Bavella Türme, über den Col de Bavella zum Refugio Paliri. 



Den ersten Teil kennen wir schon aus 2015 und Dorian kennt noch fast jedes Detail von damals. So langsam dämmert es auch bei mir immer wieder. 

Mitten auf dem können wir es uns dann noch im Baumsitz gemütlich machen. 

Wir wählen auch dieses Mal die alpine Variante - direkt zwischen den Bavella Türmen hindurch. Eine sehr gute Wahl - trotz deutlich mehr Höhenmetern. 


Kurz vor dem Bavella Pass, ist ein Rettungshubschrauber zu sehen - wir vermuten eine Übung - und gleich daneben fliegende Schiffe.



Der Col de Bavella ist voll mit Menschen und Kühen - die Bavella Türme sind auch aus der Ferne ein Touristenmagnet... die Touristenautos ein Kuhmagnet. 
Wir gönnen uns einen Crêpes und stocken dann noch unseren Lebensmittel Vorrat auf. Morgen ist zwar der letzte Tag, aber wir bekommen ja Besuch.




In der Zwischenzeit sind fette Regenwolken aufgezogen. Wir entscheiden trotzdem weiter zu ziehen - 10 Minuten später laufen wir wieder in der Sonne.

Die Landschaft ist gigantisch - weshalb viele ihre Wanderung über den GR20 am Col de Bavella beenden, ist nicht erklärbar - es ist wirklich besonders hier... absolut lohnenswert!



Im Wald und zwischen den grossen und kleinen Bavella Felstürmen stoßen wir auf seltsame Figuren und Gestalten.


Kurz darauf sind wir auch schon fast am Ziel. Vorher füllen wir an der Quelle kurz vor dem Refuge noch unser Trinksäcke.


Das Refuge ist schön gelegen - allerdings liegen die Duschen und Waschplätze in einiger Entfernug mitten im Wald.

Unser Abendbrot bereiten wir auf einen schönen Felsen - Nudelallerlei mit Kartoffel - Gemüsesuppe, korsischem Käse und korsischem Pesto. 


Auch zum Abendbrot haben wir einen unerwarteten und eher ungewöhnlichen Gast. 

Jetzt liegen wir im Zelt und wünschen zum letzten Mal von hier oben.... Gute Nacht da draussen!


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen