Wir wecken unseren Wecker um 6:30 und stehen 10 Minuten später warm eingehüllt in der Morgendämmerung draussen auf dem Felsen in ca 1000m Höhe.
Von hier oben zu zuschauen, wie die Sonne sich in Rot gehüllt langsam "aus" dem Meer erhebt und die Felswände ringsum einfärbt, ist schon sehr beeindruckend.
Danach verkriechen wir uns wieder ins Zelt und lassen die Anderen los wandern. Es ist noch viel zu früh.
Irgendwann wird es auch für uns Zeit, den Tag zu beginnen - mit gemischten Gefühlen. Heute werden wir die Challenge GR20 erfolgreich abschließen - gleichzeitig ist ein ganz besonderes Abenteuer für uns beide fast zu Ende.
Irgendwie besonders - freudig und sentimental.
... das Frühstück lässt sich nicht zur Sentimentalität hinreißen, es bleibt hier am Paliri Refuge unter Standard : Baguette, Butter, Marmelade - wir geben noch Käse, Wurst, Kaffee und Kakao dazu.
Gegen halb 11 sind alle unsere Sachen in den beiden Rucksäcken verstaut und wir machen uns auf einen besonderen Weg.
Als Erstes - schon fast vermisst - der morgendliche Geocache. Wir haben mit den letzten morgendlichen Caches viele Informationen gesammelt und haben jetzt alles Notwendige zusammen, um die finale Position der "Schatzdose" zu berechnen. So finden wir dann auch das Logbuch und können uns eintragen - der letzte der wenugen Einträge ist von vor fast einem Jahr. Etwas Stolz kommt in uns schon auf, dass wir diesen Cache geschafft und gefunden haben.
Weiter gehts. Wir haben gleich noch ein Bade-Brotzeit-Date an den Badegumpen kurz vor dem Ziel - Conca.
Vorher müssen wir nochmal einige hundert Meter hoch und runter - durch die sehr bizarre Felsturm-Landschaft hier im Bavella.
Das Wetter ist perfekt und ein kleines "Empfangskomitee" ist auch gerade an der Badestelle eingetroffen - die ersten Getränke schwimmen - oder tauchen - schon im lauwarmen Wasser. Es folgen noch weitere, ein paar Twix... und schließlich auch wir.
Bei Wurst, Käse, Brot, Obst, Kaffee, Tee, kalten Getränken und Twix, erzählen wir einige unserer Erlebnisse der letzten Tage und springen das ein oder andere Mal in die kühlende Gumpe.
Und dann... ganz unscheinbar - fast wie an einer Bushaltestelle, stehen wir da - am Ende des Weges, den wir vor 17 Tagen in Calenzana begonnen haben - in Conca Radicale.
Es dauert etwas, bevor wir wirklich realisieren - hier ist es zu Ende. Wir haben das Abenteuer GR20 geschafft!
Das letze Ritual hier am Ziel, bevor uns der GR20 aus seinem Bann entlässt... mit vielen vielen Eindrücken und Erfahrungen, die diesen Weg zum Ziel gemacht haben.
































Jedes Mal wieder, wenn ich das hier lese, möchte ich wieder los. Die Eindrücke waren einfach so schön und die Zeit auf dem Weg mit Dorian so unvergesslich und einmalig.
AntwortenLöschen