Die Wecker klingeln um halb sechs - unser nicht. Heute ist wie die Tage davor auch Urlaub.
So gegen halb neun wärmen die ersten Sonnenstrahlen unser Zelt und wir nutzen die Gelegenheit uns aus den Schlafsäcken zu schälen.
Da unsere Sachen alle sehr klamm sind - die Nachtluft ist so kalt, dass sie die am Tag aufgenommene Feuchte nicht halten kann - hängen wir einfach alles in die Sonne und machen uns dann ein lecker gemütliches Frühstück : Couscous, Porage, Honigmelone, Cappuccino und heißen Kakao - alles was die Vorräte hergeben.
Nachdem wir unsere trockenen Sachen gepackt haben, starten wir die heutige Etappe genau 12 Uhr Mittags.
In der Mittagssonne kommt uns der erste Anstieg mit einigen leichten Klettereien gleich doppelt so lang vor - aber nach etwa 2 Stunden haben wir den höchsten Punkt für heute erreicht - 1830m.
Der Blick nach Osten übers Meer, der Nach Norden - zu den schon vor Tagen überschrittenen Bergen - und der nach Süden zu den wenigen noch vor uns liegenden Bergen, zeigt uns mal wieder die Dimension dieser Wanderung.
Nach dem Abstieg auf etwa 1300m verändert sich die Landschaft komplett: aus bergig schroff wird idyllisch grün.
Wir finden bei einer Flussquerung ein parr schöne Badegumpen. Die Wassertemperatur von 16 Grad macht das Bad zu einer echten Challenge - aber wir lassen uns das natürlich nicht entgehen.
Dank mobiler Küche machen wir uns heißen Kaffee und Kakao - dazu gibts Brot, korsischen Käse und Wurst. Wir sind hier völlig allein und genießen die wunderbare Natur und die Ruhe.
Weiter gehts - eine Variante des GR20 führt weiter an Fluss entlang. Die nehmen wir und sind kurze Zeit später mitten in Tolkiens Auenland - grüne Wiesen, Bäume, Hügel, ein plätschernder Bach - fehlt nur noch Bilbo der vor seiner Hobbithöhle Pfeife raucht.
Definitiv eine der abwechslungsreichsten Etappen des Weges - die neue Wegführung ist nicht alpin - aber einfach schön!
Die Suche nach einem Platz für unser Zelt ist heute kurz, da es eine große ebene Wiese gibt. Das Duschen dauert auch nicht lang - es gibt nur kaltes Wasser.
Nach den Spaghetti suchen wir noch einen Platz im Wald auf einem großen Stein mit Empfang - so können wir noch kurz telefonieren. Und dann...
























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